Das Haus „Sankt Katharina“, wie es früher genannt wurde, kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Mit grosser Wahrscheinlichkeit ist das Gebäude bereits auf dem Kupferstich von Franz Hogenberg (Amsterdam) aus der Zeit um 1630 zu sehen. 1708 ist das Pilgerhaus dann auch im Stiftsarchiv des Klosters Einsiedeln festgehalten.
Auch während der Besatzung der Franzosen 1798 war das Pilgerhaus in Betrieb und beherbergte französische Truppen. Dies belegt ein, als Blindtapete an einer Wand, aufgefundenes Dokument im Rahmen eines Umbaus um 1980. Das Dokument zeigt eine Konsumations- und Logisabrechnung eines französischen Generals, datiert 1798.
Bis in die Neuzeit wurde die Liegenschaft immer als Gaststätte und Hotel betrieben. Auch wichtige gesellschaftliche und kulturelle Veranstaltungen wurden darin abgehalten. Zum Beispiel fand 1865 ein Schützenball statt und im Anzeiger von 1877 wird für eine „Tanzbelustigung“ geworben. Im Parterre waren zeitweise auch andere Betriebe eingemietet, z.B. die „Spar und Leihkasse“ oder ein Devotionaliengeschäft.
Im Jahre 2006 fand dann die lange Tradition des „Katharinahof“ als Hotelbetrieb ein Ende. Zwar sprach die prädestinierte Lage am Klosterplatz weiterhin für ein Hotel. Dies hätte jedoch eine Totalsanierung und Neukonzeption bedeutet. Die vorhandene Fläche und das Volumen hätten aber nicht ausgereicht für die Realisierung eines zeitgemässen Hotelbetriebes.
Nach einer längeren Planungsphase wird nun ein neues Konzept verwirklicht. Anstelle des Hotels entsteht ein Wohnhaus mit einem kleinen Gewerbeteil im Parterre. Die Toplage direkt am Klosterplatz wird künftig die Bewohner mit einem einmaligen Ausblick auf den Klosterplatz und die imposante Klosteranlage verwöhnen.

http://katharinahof-einsiedeln.ch/